Die Geisterbahn

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Am letzten Schultag, ganz egal,
wie schlecht a meine Noten warn,
is da Großvota mit mir in Prater gfohrn.
Erst hot er gschimpft,
dann hab i ihm versprochen,
dass i mi ab jetzt bemüh
schon bin i g’sessn auf an Ringelspiel.

Mein Gott was wor das für a Leben,
im Himmel könnts nit besser sein,
es hot viel Zuckerwatte geben,
wal ka Mutter war dabei.
De Krönung war donn jedes Johr, a riesen Teddybär,
weil er der beste Schütze war, beim Militär.
Es war da schönste Tog im Johr,
so schön oft Weihnachten a wor,
i bin alles g’fahrn nur nit Geisterbahn,
weil da war a Sensenmann,
mit ana Masken wie da Tod,
der lockte übers Mikrofon, de Leit heran:

Refrain:
„Griaß eich Gott i bin da Tod,
es gibt nit an der mi nit kennt,
es gibt ka Seele de ma entrinnt.
I bin nit guat, i bin nit bös’,
i fiahr di nur ins Paradies – oda in’d Höll’,
wias’d es hoit verdienst.“

I wollt schon sogn jetz will i zhaus,
da locht da Großvota mi aus,
steht stramm und sagt:
„Wie man als Mann vorm Tod nur Angst haben kann.“
Wos soll schon sein,
hob i ma denkt und hab eahm schnell mein Teddy gebn,
steig ein in’d Geisterbahn,
i wer’s schon überlebn.
De Tür geht auf, i hör an Schrei,
dann hab i ma in’d Hosen gmocht,
da steigt a Toter ausn Sorg,
a Henker hebt sei Beil und locht
aufamol gibt’s an riesen Knall,
und an totalen Stromausfall,
dann hab i glaubt dass i dafrier,
es steht da Tod mit ana Lampen hinta mir.

„Griaß di Gott i bin da Tod,
unsere Stromversorgung spinnt,
ich bin der, der den Ausgang kennt.
Gib ma dei Hand du muasst nit rearn,
i hab doch olle Kinder gern.
Dann hat er d’Maskn obagnumman und
hot grinst: „Damit’sd mi später wieder kennst.“

Da Großvota wor kreidebleich,
er hat sich große Sorgen gmocht,
mei Hosen wor zwor voll
und trotzdem hab i wie a Hutschpferd glocht.
Donn hob i gsogt:
„Man glaubt es nicht, doch Opa du hast Recht,
wie man als Mann vorm Tod nur Angst hobn kann.“

Refrain:
„Griaß eich Gott i bin da Tod,
es gibt nit an der mi nit kennt,
es gibt ka Seele de ma entrinnt.
I bin nit guat, i bin nit bös’,
i fiahr di nur ins Paradies – oda in’d Höll’,
wias’d es hoit verdienst.“